Der AmigaOne ist ein PPC-Motherboard mit einem G3 750FX PPC/800 MHz oder
einem G4 7455 PPC/800 MHz. Der Rechner wurde speziell für den Einsatz mit
AmigaOS 4 entworfen und kann daher direkt PPC-native
OS4-Programme ausführen, durch den in OS4 eingebauten JIT-Emulator
außerdem noch (hardwareunabhängige) 68k-Programme der klassischen
Amigas. Außerdem kann der AmigaOne unter PPC Linux gefahren werden,
dadurch stehen ihm auch die Anwendungen der Linux-Welt, wie der UAE Amiga Emulator,
Mac on Linux (MOL) oder Office-Pakete, zur Verfügung.
Das AmigaOne-Board entspricht dem ATX-Formfaktor (und kann daher in jedes
beliebige Gehäuse für ATX-Boards voller Größe eingebaut
werden), unterstützt bis zu 2 GB Arbeitsspeicher und hat 4 PCI-Steckplätze,
sowie einen AGP(2x)-Steckplatz. Außerdem sind UDMA100 (2 Kanäle, 4 Geräte),
USB (2 Anschlüsse an der Rückseite und 2 Stiftleisten intern) und
10/100-Ethernet vorhanden, zusätzlich zu den gängigen
Schnittstellen (seriell, parallel, Floppy, Tastatur und Maus).
Der µ-A1-C basiert auf den Spezifikationen des A1XE-Boards,
wurde allerdings den Erfordernissen für ein ITX-Board angepasst. Der µ-A1-C
wird mit einem G3 750FX mit 800 MHz geliefert, der auf einem Standard
AmigaOne MegArray-Modul untergebracht ist, außerdem gibt es einen
SODIMM-Dockel, der mit 256 MB bestückt ist. Die Grafikausgabe wird von
einer im Board integrierten Radeon 7000 mit 32 MB übernommen, für den
guten Ton sorgt ein CMI 8738 (6-Kanal 5.1). Das µ-A1-C Board verfügt
außerdem über einen PCI-Steckplatz, der durch Riserkarten
verlegt/vervielfacht werden kann.
µ-A1-I
Beim µ-A1-I wurde so viel Peripherie wie möglich ins Board integriert.
Diese Peripherie schließt die Komponenten des µ-A1-C ein, außerdem
sind IEEE 1394 (Firewire), ATA 133 statt ATA 100, Gigabit-Ethernet, 256 MB onboard
(zusätzlich zum vorhandenen SODIMM-Steckplatz) und ein PCI-104-kompatibler
Steckplatz hinzugekommen.
Wegen der Integration dieser Komponenten und dem daraus resultierenden
Platzmangel ist die CPU nicht auf einem wechselbaren Modul wie beim µ-A1-C
untergebracht, sondern direkt auf dem Board. Da beim µ-A1-I ein G3 750GX
statt eines 750FX zum Einsatz kommt, entfällt die aktive Kühlung, der
µ-A1-I kommt mit passiver Kühlung aus.
Technische Übersicht µ-A1:
µ-A1-C
µ-A1-I
CPU
G3 750FX (aktive Kühlung)
G3 750GX (passive Kühlung)
CPU-Takt
800 MHz
800 MHz
CPU wechselbar
ja
nein
CPU-Sockel
ja
nein
Speicher onboard
-
256 MB
SODIMM-Sockel
mit 256 MB bestückt
vorhanden, unbestückt
FSB
133 MHz
133 MHz
PCI-Steckplatz
32 Bit, 33 MHz, optional Riser-Karte
32 Bit, 33 MHz, optional Riser-Karte
I/O-Erweiterung
-
PCI-104-kompatibler Steckplatz
IDE-Controller
VIA 686B ATA 100, 44- und 40-polige Anschlüsse
Sil0680 ATA 133, 44- und 40-polige Anschlüsse, bootfähiger CF-Steckplatz
Ethernet
3COM 10/100
RTL8110 1000/100/10
Sound
CMI8738 6-Kanal 5.1 Surround
CMI8738 6-Kanal 5.1 Surround
IEEE 1394 (Firewire)
-
2 Anschlüsse an der Rückseite
USB 1.1
2 Anschlüsse an der Rückseite, 2 Stiftleisten auf dem Board
2 Anschlüsse an der Rückseite, 2 Stiftleisten auf dem Board
Grafik
ATI Radeon 7000 32 MB mit SVGA, SVHS und Composite Video
ATI Radeon 7000 32 MB mit SVGA, SVHS und Composite Video
Weitere Anschlüsse
PS/2-Maus und -Tastatur, Gameport, Parallelport, serieller Anschluss als Stiftleiste
PS/2-Maus und -Tastatur, Gameport, Parallelport, 2x seriell, IRDA als Stiftleiste